Bildungsbereiche

1. Bewegung

Bewegung ist ein Ausdruck kindlicher Lebensfreude. Der Bewegungsdrang von Kindern und ihre allgemeine motorische Entwicklung sind wichtige Voraussetzungen für jegliche Art des Lernens. Kinder im Kindergartenalter haben vielfältige Bewegungsbedürfnisse und brauchen Gelegenheiten, diese auszuleben.
Aufgrund der veränderten Lebensbedingungen (beengter Wohnraum, steigender Fernsehkonsum, verplante Zeit, wenig naturbelassene Plätze für freie Bewegungsspiele) sehen wir die Notwendigkeit, unseren Kindern vielseitige Gelegenheiten zu schaffen, sich kindgemäß und ungezwungen bewegen zu können.
Deshalb haben sie jeden Tag die Möglichkeit, sich in beiden Gruppenräumen, im Flurbereich, in der Turnhalle und je nach Wetterlage im Außenbereich, frei zu bewegen.
In den jeweiligen Bereichen bieten wir unterschiedliche Materialen als Anreize an. Die Kinder können für die Dauer ihrer Aktivitäten und Materialien selbst bestimmen.
Gruppen und Flurbereich: durch die differenzierte Raumgestaltung wird die ganze Einrichtung zu einer großzügigen Bewegungslandschaft. Kinder aller Altersklassen haben die Möglichkeit sich alleine oder in kleineren Gruppen zu bewegen, mit Fahrzeugen zu fahren, die zweite Ebene zum Treppensteigen zu nutzen, für rhythmische Körperübungen und zur Entspannung.
Für die Entwicklungsbedürfnisse der Kleinsten gibt es in unserer Einrichtung entsprechende Bewegungsbereiche innerhalb der Gruppenräume (z.B. ein niedriges Podest mit schiefer Ebene zum Rauf- und Runterkrabbeln).

Turnhalle: die Kinder können sich hier frei bewegen, oder an angeleiteten Angeboten teilnehmen. Die verschiedenen Materialangebote (Kletterstangen, Kästen, dicke Matten, Bälle, Reifen, Schwungtücher und verschiedenes Rhythmik Material, Alltagsmaterialien usw.) bieten vielfältige Anreize zur kindlichen Entwicklung.
Außenbereich: auf dem großzügigen Gelände haben die Kinder viele Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten. Unsere Geräte (Vogelnestschaukel, Klettergerüst mit einer Rutsche und vielen Klettermöglichkeiten, Balancierbalken, Sandkästen, Röhren, Turnstangen in unterschiedlichen Höhen) bieten den Kindern Gelegenheit zur altersentwicklungsspezifischen Bewegung. Sie können dort klettern, rutschen, schaukeln, springen, die Natur erforschen, ihre eigenen Grenzen erfahren und erweitern. Außerdem verfügt das Außengelände über herausfordernde Hindernisse in Form von Stufen, Treppen, Steinen und über Höhenunterschiede, sowie schräge Ebenen.
Die Fahrzeuge bieten die Möglichkeit, sich in ihrer Bewegungskoordination zu entwickeln und mit Regeln umzugehen.
Zusätzlich bieten wir den Kindern Waldwochen an, in denen sie die Natur mit allen Sinnen erfahren können.

2. Körper, Gesundheit und Ernährung

Körperliches und seelisches Wohlbefinden ist eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung und Bildung von Kindern. Über Tasten, Fühlen und Saugen begreifen schon die Kleinsten die Welt. Sie entwickeln ihr Selbstkonzept und ihre Identität und gewinnen dadurch Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.
Die Körperpflege (Wickeln, Toilettengang, Zähne putzen, Hände waschen) ist zwar wichtig, bedeutet aber für die Kinder nicht in erster Linie Hygiene oder Reinigung, sondern bietet ihnen vielfältige Möglichkeiten, sich mit ihren Körpern zu beschäftigen und ein positives Körpergefühl zu entwickeln (z.B. plantschen mit Wasser, matschen, eincremen). In kindgerechten Waschräumen können die Kinder ihre Bedürfnisse ausleben und Körpererfahrungen sammeln.
Die Körperpflege gehört zu den alltäglichen Routinen in unserer Kita. Im Vordergrund steht das regelmäßige Händewaschen vor dem Essen, nach dem Toilettengang, nach den Spaziergängen, sowie das regelmäßige Wickeln der Kinder. Pflegemittel wie (Salben, Cremes, Windeln usw.,) werden von zu Hause mitgebracht. Zu Aufbewahrung steht jedem Kind ein eigenes Schubfach zur Verfügung. Die jüngeren Kinder werden beim Sauberwerden von den Erzieherinnen begleitet und unterstützt. Wir zeigen den Kindern den Weg zur Selbständigkeit.
Die Ernährung hat einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung. Unser Ziel ist es, dass die Kinder Freude und Genuss am gesunden Essen und Trinken erfahren und positive Vorbilder erhalten (siehe Punkt 11 Essen, Seite 24-25).
Auch regelmäßige Ruhe -und Schlafphasen haben einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung. Nur im ausgewogenen Maß zwischen Aktionen und Ruhephasen können die Kinder mit allen Sinnen ihre Umwelt entdecken und sind dafür aufnahmefähig (siehe Punkt 12 Ruhephase, Seite 26).
Ein weiteres Ziel unserer Arbeit ist es, dass die Kinder ihre Gefühle wie z.B. Trauer, Wut, Freude und Angst kennen lernen, benennen, zulassen und ausdrücken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihrem seelischen Befinden erlernen. In dem wir den Kindern unterschiedliche Hilfsmitteln zur Verfügung stellen. (z.B Bilderbücher, Emotionsbälle)
Die Zusammenarbeit mit den Eltern, gerade in diesem Bildungsbereich, ist von besonderer Bedeutung. Uns ist es wichtig, dass die Familien informiert und aufgeklärt werden über die Entwicklungsschritte ihrer Kinder hinsichtlich des Körperbewusstseins und der Körperpflege.
Alle Eltern sind nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, Infektionskrankheiten des Kindes der Einrichtung zu melden. Erst nach Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung darf das Kind die Kindertagesstätte wieder besuchen. Alle erkrankten Kinder müssen bis 8.00 Uhr in der Kindertagesstätte abgemeldet werden.
Medikamentengabe:
Medikamente können nur mit einer vom Arzt ausgestellten Verordnung und Einverständniserklärung der Eltern durch eingewiesene Erzieherinnen verabreicht werden.

3. Sprache und Kommunikation

Sprache und Kommunikation findet immer und überall statt und ist eine wichtige Grundlage der Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Kindes. Durch sie hat das Kind die Möglichkeit sich und seine Bedürfnisse auszudrücken, Kontakt zu seinen Mitmenschen aufzunehmen und seine Umwelt zu erfahren. Dabei ist nicht nur das gesprochene Wort von Bedeutung, sondern auch die Körpersprache, wie Gestik und Mimik. Jedes Kind entwickelt seine Sprach- und Ausdrucksfähigkeit nicht allein. Es braucht immer einen Kommunikationspartner. Die Erzieherinnen dienen den Kindern hierbei als Vorbild und Begleiter im Alltag. Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Kompetenz der Sprache und Kommunikation zu fördern.
Die Förderung findet in unterschiedlichen Formen statt:

  • alltagsorientierte Sprachförderung
    Wir, als Vorbilder der Kinder, begleiten unsere Handlungen sprachlich (z.B. beim Tische decken, Windel wechseln) und sind den ganzen Tag immer wieder mit den Kindern im Dialog. Singen, Spielen und Reimen sind feste Bestandteile des Tagesablaufes. Wir lesen Geschichten vor, führen Bilderbuchbetrachtungen durch und bieten Hörspiele an. All dies trägt zur Erweiterung der Sprachkompetenz bei. Auch das Spielen mit den anderen Kindern in der Groß- oder Kleingruppe ist immer wieder eine wichtige Erfahrung und trägt zur Wortschatzerweiterung bei. Unsere Spiel- und Alltagsmaterialien sind so ausgewählt, dass sie ebenfalls die Kinder immer wieder zum Sprechen auffordern.

    Wir beobachten die Kinder regelmäßig in unterschiedlichen Spielsituationen und dokumentieren ihre Entwicklung im Bereich der Sprache und Kommunikation mit Hilfe eines speziellen Verfahrens, welches sich „BaSiK“ nennt.

  • BaSiK
    (= Begleitende alltagsorientierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen)
    BaSiK ist ein strukturiertes Beobachtungsverfahren.
  • Lese-Ecke
    Unsere Lese-Ecke ermöglicht den Kindern einen Einblick in unterschiedliche Bucharten (Elementarbilderbücher, Bilderbücher, Kniebücher, usw.)
    Diese Bücher sind für die Kinder frei zugänglich und können jederzeit betrachtet werden. Die Kinder tauchen so in spannende und fantasievolle Abenteuer ein. Sie können in den Büchern stöbern, oder sich zu einem bestimmten Thema informieren. Zudem bietet sie den Kindern einen Rückzugsort.
  • Vorlese- Oma
    Einmal im Monat kommt unsere Vorlese Oma aus der Gemeinde in die Einrichtung und liest den Kindern ein Märchen vor.
  • „Sprache verbindet“
    Dies ist ein spezielles Angebot des Rotary Club Iserlohn- Waldstadt für Kinder aus Zuwandererfamilien, die Schwierigkeiten haben, die deutsche Sprache zu erlernen. In diesem Rahmen besuchen Sprach-Scouts (Schüler aus der Oberstufe) die Familien oder kommen zu uns in die Kita und fördern Kinder im Alter von 4- 10 Jahren altersentsprechend auf spielerische Weise. Bei Interesse können Sie uns gerne ansprechen.

4. Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

Kinder erkunden eigenständig ihre Umwelt und suchen nach Antworten auf ihre Fragen. Wir unterstützen und begleiten die Kinder, geben ihnen Sicherheit und Hilfestellungen. So können sie ihr Selbstvertrauen aufbauen und stärken. Selbstvertrauen ist die Grundvoraussetzung, um offen und tolerant gegenüber anderen Menschen und fremden oder unbekannten Gebräuchen und Lebenswelten zu sein.
In der Einrichtung treffen verschiedene Lebenswelten und Familienzusammensetzungen aufeinander. Die Kinder lernen so unterschiedliche Formen kennen und setzten sich mit diesen auseinander. Darauf aufbauend können sie für sich einen persönlichen Lebensstil entwickeln und sind Teil in einer vielfältigen Gemeinschaft. In dieser Gemeinschaft können sie soziale Erfahrungen wie Freundschaft und Solidarität selber erfahren und erlernen. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder uns Erwachsene als Vorbilder erleben.
Regeln für das Zusammenleben stellen wir zusammen mit den Kindern auf, wir lassen sie an möglichst vielen Entscheidungsprozessen teilhaben. Durch Kinderkonferenzen, Übertragungen von Verantwortung, Mitsprache und Projektarbeit können unsere Kinder Partizipation erleben und so erkennen, was Anerkennung, Zugehörigkeit und das Recht auf Selbstbestimmung und Beteiligung bedeutet.

5. Musisch-ästhetische Bildung

Jedes Kind sammelt von Anfang an individuelle Erfahrungen mit all seinen Sinnen. Dies ist eine wichtige Grundlage für die künstlerische Ausdrucksfähigkeit und somit auch für die Kontaktaufnahme mit seiner Umwelt. Das gelingt dem Kind schon durch erstes Lallen, Singen, Hören von Musik, erste rhythmische Körperbewegungen, Matschen mit Sand oder das Malen.

Musik
Kinder sind von Musik immer fasziniert. Sie hören gerne unterschiedliche Töne und Klänge, erzeugen gerne selbst jegliche Art von Geräuschen, bewegen sich zu verschiedenen Rhythmen.
Bei uns haben die Kinder die Möglichkeit, diesen Bedürfnissen Ausdruck zu geben.
Wir singen jeden Tag mit den Kindern, zweimal in der Woche mit Gitarrenbegleitung. Dazu tanzen und bewegen wir uns. Auch bieten wir den Kindern immer wieder Instrumente an, die sie ausprobieren können. In der Mittagszeit entspannen sich die Kinder bei leiser Musik.
Einmal in der Woche bieten wir eine musikalische Früherziehung in Zusammenarbeit mit der Musikschule „Music School-Die Musikschule“ aus Iserlohn an. Dazu kommt ein Musikschullehrer für 45 Minuten in die Einrichtung und musiziert mit den Kindern.

Gestalten
Gestalten ist eine besondere Form des Spielens und des kindlichen Ausdrucks.
Kinder lieben es, Spuren zu hinterlassen, was ihnen auf unterschiedlichste Weise gelingen kann.
Durch unterschiedlichste Materialien, wie Sand, Knete, Bausteine, Alltagsmaterialien, sowie Farben, Klebe, Stifte und Papier, haben sie die Möglichkeit, sich selbst, ihre Gefühle und ihre Fantasie zum Ausdruck zu bringen. Dabei geht es nicht um die Erstellung eines fertigen Produktes, sondern um das Gestalten an sich und die Entwicklung neuer Bilder. Mit diesem freien, selbstbestimmten Tun können die Kinder ihre Gefühle ausdrücken, Wahrgenommenes und Erlebtes mitteilen, reflektieren und verarbeiten.
Ob drinnen oder draußen, wir stellen ihnen den Raum, die Zeit und die Materialien zur Verfügung, sich in diesem Bereich selbst auszuprobieren und eigenständige Erfahrungen, insbesondere in der Wahrnehmung, zu sammeln. Zu sagen und zu erleben, „Guck mal, das habe ich gemacht!“, hat immer wieder eine positive, stärkende Wirkung auf das Selbstwertgefühl eines jeden Kindes und lässt jeden ein wenig wachsen.

6. Religion und Ethik

Religiöse Bildung und ethische Orientierung sind miteinander verbunden und Teil der allgemeinen und ganzheitlichen Bildung. Religion und Glaube beantworten nicht nur die Grundfragen des Lebens, sondern begründen auch die Werte und Normen, an denen sich die Kinder orientieren können.
In unserer evangelischen Einrichtung bildet die christliche Erziehung einen Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit und ist im täglichen Miteinander eingebettet.
So werden im Alltag Themen der Kinder in Gesprächen aufgegriffen und durch religiöse Geschichten erarbeitet.
Kinder nehmen die Welt mit allen Sinnen, mit Gefühl und Verstand wahr. Wenn Kinder die Welt erforschen, stellen sie Fragen nach dem Anfang und Ende, der Schöpfung und nach dem Sinn des Lebens.
Durch das Kennenlernen und Erleben christlicher Werte, wie Vertrauen, Vergebung und Liebe, erfahren die Kinder Sicherheit und Geborgenheit. Die Wertschätzung und die Achtung gegenüber anderen Menschen und anderen Kulturen sind feste Bestandteile unserer Erziehung.
(z.B gemeinsame Feste, Besuch der Mosche/ Kirche)
In unserem Alltag erleben die Kinder verschiedene religiöse Inhalte und Rituale als Möglichkeit, ihren Glauben auszudrücken und das Leben Jesu, sowie christliche Symbole, wie zum Beispiel die Osterkerze und das Kreuz, kennen zu lernen. Dies vermitteln wir den Kindern durch:
– gemeinsames Beten und Essen
– Singen von christlichen Liedern
– Erzählen und Spielen von biblischen Geschichten in kindgerechter Form
– Gespräche
– Morgenkreise
– Kigo-Plus Gottesdienste
– Familiengottesdienste
– Religiöse Feste, wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Erntedank
Durch unsere Teilnahme an den Gottesdiensten und am Gemeindeleben lernen die Kinder die Erlöserkirche und das Gemeindehaus Psalm 23 kennen und erleben sich als Teil der Gemeinde.

7. Mathematische Bildung

Die Welt steckt voller Mathematik, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen. Überall im Alltag ist sie zu finden, draußen in der Natur und auf der Straße, wie auch zu Hause und im Kindergarten. Wir begegnen Zahlen, Muster, Formen, Reihenfolgen, sortieren z.B. Kleidung, beschäftigen uns beim Backen und Kochen mit Mengen und vieles mehr.
Kinder lieben es Dinge, anzufassen, zu zählen und zu sortieren. Und auch nur so kann sich das mathematische Verständnis bei den Kindern entwickeln. Sie brauchen frühzeitig Gelegenheit, auf diesem Gebiet solche Lernerfahrungen zu sammeln.
In unserer Kita lernen die Kinder ihrem Alter entsprechend den Umgang mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen. Sie bemühen sich, diese zu erkennen und auch zu benennen. Regelmäßigkeiten, Reihenfolgen, Ordnungsstrukturen, Rhythmen, sowie Muster und Größen versuchen die Kinder wahrzunehmen und sie umzusetzen.
Mit allen Sinnen experimentieren die Kinder jeden Tag spielerisch mit den mathematischen Inhalten, ohne dass sie es selbst merken. Dadurch entwickelt sich ein positiver Umgang mit den mathematischen Strukturen und die Kinder bereiten sich so auf das spätere Rechnen und den Umgang mit Zahlen und Mengen vor.

Einige Beispiele aus unserem Kita-Alltag:
– Sortieren und Schütten von unterschiedlichen Materialien (z.B. Spielsteine, Formen, Zahlen, Gegenstände, Spielmaterialien)
– Mengen erfassen (z.B. Tische decken, backen und kochen, Kinder zählen)
– Geometrische Figuren formen und erkennen (z.B. kneten, Bausteine legen, Gegenstände vergleichen)
– Umgang mit Zahlen (z.B. Zählreime, bei denen der Finger die genannte Zahl zeigt, Abzählverse, Zahlenspiele, Regelspiele, wie Würfelzahlen erkennen und benennen, Karten oder Gegenstände abzählen)
– Raumerfahrungen z.B. Bewegungsspiele, Körperübungen
– Erstes Uhren lesen

8. Naturwissenschaftliche, technische und ökologische Bildung

“Das Erstaunen ist der Beginn aller Naturwissenschaften”
(Aristoteles)
Unsere Kinder sind ständig dabei, durch ihr eigenes Ausprobieren und mit ihren W-Fragen etwas über ihre Umwelt herauszufinden und das bereits vorhandene Wissen zu erweitern. Sie verfolgen mit großem Interesse die Vorgänge ihrer Umgebung und beobachten sie genau. Sie möchten hinter die Dinge schauen und sie verstehen. Sie erforschen die belebte Natur und lernen dabei sie zu schätzen, zu schützen, sorgsam mit ihr umzugehen und sie als Bestandteil des eigenen Lebens zu akzeptieren.
Wir schaffen für unsere Kinder Räume und Möglichkeiten, um diese Wahrnehmung ständig zu erweitern.
Experimente
Die Kinder können selbstständig forschen, Erfahrungen sammeln und sich kreativ, sowie aktiv mit Problemen und Fragestellungen auseinandersetzen.
Aktuelle Fragestellungen der Kinder werden aufgenommen, um sie selbst etwas herausfinden und entdecken zu lassen. Das eigene Forschen und Experimentieren steigert ihr Selbstwertgefühl.
Wir greifen Ideen und Anregungen der Stiftung “Haus der kleinen Forscher” auf und unterstützen so unsere Kinder in ihrem forschenden Lernen.
Waldwoche
Je nach Wetterlage finden Waldwochen statt. Dort können unsere Kinder neben der körperlichen Betätigung die Natur selbstständig erkunden.
Wir möchten immer im Hintergrund auf die Bewahrung der Schöpfung aufmerksam machen und sie in unsere Arbeit einbeziehen.
Vielfältige Angebote regen die Kinder zum Staunen, Fragen, Experimentieren und zur Suche nach Lösungen an. Dabei verfolgen die Kinder eigene und sich ergebende Fragestellungen, finden Antworten und gewinnen dadurch Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.
Tiere
Mit der belebten Natur kommen die Kinder in unserem Außengelände in Kontakt. Sie finden dort viele kleine Tiere wie Käfer, Regenwürmer usw. Ein Insektenhotel bietet den Kindern vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten. Natürlich werden auch in der Waldwoche diese Erfahrungen weiter geführt.
In der Einrichtung gibt es “Haustiere”, ein kleines Terrarium mit Stabschrecken. Unsere Kinder sind am Leben und der Pflege dieser Insekten beteiligt. Sie erleben den Kreislauf des Lebens hautnah mit (Wachstum, Leben, Sterben). Zu Ostern haben wir jedes Jahr ein Kaninchen zu Besuch. Die Kinder werden an der Pflege des Tieres beteiligt und dürfen es auch nach Wunsch streicheln und füttern.
Technik
Technik ist in unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Es ist uns dabei wichtig, dass die Kinder ein positives Technikbewusstsein erlangen, um sich in der Umwelt gut zurechtzufinden.
Unsere Kinder bekommen die Gelegenheit, mit Alltagsmaterialien (z.B. alte technische Geräte, Lupen, Werkzeuge, Fotoapparate) zu experimentieren und entwickeln dabei eigene Vorstellungen und erweitern ihr Wissen darüber. Die Kinder haben bei uns auch die Möglichkeit, mit Holz und Nägeln an den Werkbänken zu arbeiten und sich auszuprobieren.

9. Ökologie

Wir wollen den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und Umwelt vorleben und sie daran beteiligen, damit sie auch in Zukunft diese Aufgabe übernehmen können. Die Kinder lernen, wie man den Müll trennt, dass Wasser kostbar ist, wie man Strom sparen kann, sorgsam mit unserer Natur umzugehen und vieles mehr. Unsere Einrichtung wurde im Jahre 2005 mit dem Umweltprogramm “Der Grüne Hahn” ausgezeichnet, welches genau die oben genannten Aspekte beinhaltet.

10. Medien

Kinder wachsen mit den verschiedensten Medien auf und nutzen diese je nach Verfügbarkeit in ihrer Lebenswelt vielfach wie selbstverständlich. Hierbei unterscheiden wir zwischen neuen Medien (Internet, Computer, Handy, Spielkonsolen usw.) und den traditionellen Medien (Zeitungen, Fernsehen, Bilderbücher, Kassettenrekorder, Fotoapparat, Schreibmaschinen usw.). Damit die Kinder einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Vielzahl an Medien erlernen, brauchen sie die Unterstützung durch Eltern und Erzieher als Vorbilder. Wir sehen es als wichtige pädagogische Aufgabe, die Medienerlebnisse der Kinder aufzugreifen, damit wir Verarbeitungsmöglichkeiten des Erlebten anbieten können und somit die Kinder in ihrer Entwicklung situationsorientiert unterstützen. Wir geben den Kindern bei uns die Möglichkeit z.B. durch Bilderbücher und Zeitungen sich aktiv am Prozess des Lernens zu beteiligen, sich im genauen Zuhören bei Hörspielen oder Liedern zu üben, durch das Auseinanderbauen von alten Geräten genauer hinzuschauen, ältere, nicht mehr so bekannte Medien (z.B. Schreibmaschine) kennen zu lernen, Medien wie Lexikon und Zeitung als Werkzeug von Wissensaneignung zu nutzen und ihren Alltag oder besondere Anlässe wie Feste und Geburtstage durch Kameras medial festzuhalten.